Was wir nicht sehen

Was wir nicht sehen

Mara Stadick: Was wir nicht sehen

 

Die Geschichten Date im Dunkeln, Blick zum Balkon und Szene am See erzählen davon, wie sich bisher fremde Menschen unter ungewöhnlichen Bedingungen kennenlernen. Dabei sind die Körper dieser Frauen und Männer ihren Köpfen und Herzen meist um einiges voraus. Beschrieben wird in den Erzählungen die Suche nacheinander und das Verstecken voreinander, die Sehnsucht und das Erschrecken, der Wunsch sich zu zeigen und die Flucht vor dem Erkennen.

 

Der Beginn der Erzählung Blick zum Balkon: Leseprobe als PDF frei verfügbar.

 

Das Hauptthema von Was wir nicht sehen  sind Beziehungen

Sobald Menschen Kontakte knüpfen, treten sie in Beziehung zueinander. Und auch wenn es mittlerweile vielfältige Möglichkeiten gibt sich zu begegnen, ist das Gestalten von Beziehungen immer noch schwierig. Die Fragen, die in jeder Beziehung irgendwann auftauchen (auch wenn wir uns diese selten so direkt stellen), sind existentiell und bleiben immer dieselben: Welche Form von Beziehung wollen wir leben? Wie sehr können und wollen wir uns auf den anderen einlassen? Welche Regeln definieren wir? Wollen wir festgelegten Rollenmustern entsprechen oder uns selbst ganz eigenständig neu definieren? Auch die Figuren aus den drei Erzählungen müssen sich diesen Fragen stellen und ihre eigenen Antworten darauf finden.

Date im Dunkeln

Tristan, der sich seinen Namen nach dem Ritter aus dem mittelalterlichen Roman Tristan von Gottfried von Straßburg gegeben hat, und Sam (eigentlich Susanne) begegnen sich im Internet, in einem Chat. Sie unterhalten sich über ihr Leben, über den Tristan-Roman und ihre Vorstellungen von menschlichem Miteinander. Bald schon knistert es zwischen der einsamen Großstadt-Single-Frau und dem Vorzeigeritter aus dem Mittelalter. Sie wollen sich kennenlernen und verabreden sich eines Nachts in einer völlig abgedunkelten Wohnung.

Blick zum Balkon

Aus der Sicht des männlichen Protagonisten wird der Abend eines verpatzten Dates beschrieben, der einen unerwarteten Verlauf nimmt:
Ein Mann steht halbnackt auf seinem Balkon, telefoniert mit seiner wütenden Freundin und erhält gleichzeitig unter der Wohnungstür hindurch geschobene Briefe von einer Frau aus dem Café von der gegenüberliegenden Straßenseite. Schließlich lässt er sich auf ihren Vorschlag ein, seine Wohnungstür in dieser Nacht offen zu lassen und erwartet mit Spannung ihren Besuch.

Szene am See

Eine Frau verabredet sich mit einem Mann über das Internet an einem See. Er sucht sie an einem definierten geheimen Ort auf und ihre Begegnung beginnt vielversprechend, aber die äußeren Umstände und ihre unterschiedlichen Erwartungen kommen ihnen ins Gehege und machen es ihnen nicht einfach sich aufeinander einzulassen. Diese Geschichte wird wechselseitig aus ihrer und aus seiner Perspektive erzählt.

 

Allen Erzählungen von Was wir nicht sehen  vorangestellt ist ein Prolog über die Geschichte von Amor und Psyche.

 

 

 

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